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BLIND GUARDIAN – The God Machine

Kids-Fanshop GmbH & Co. KG
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BLIND GUARDIAN – The God Machine - BLIND GUARDIAN – Neues Album "The God Machine"

Das neue Blind Guardian-Album wirft seine Schatten voraus - und die sind gewaltig!

Wir Metal Kids hatten die Chance, bei einer Bootstour auf dem Rhein bei Köln vorab schon „The God Machine“ zu hören und mit Mastermind Hansi Kürsch, Gitarrist Marcus Siepen und Schlagzeuger Frederik Ehmke zu sprechen. Nach dem extrem ambitionierten Album „Twilight Orchestra: Legacy Of The Dark Lands“ hat eine Zäsur stattgefunden, die zurück zur alten Härte geht – und darüber hinaus! Sänger Hansi Kürsch ist nach wie vor zu Recht stolz auf das Orchester-Werk, macht aber keinen Hehl daraus, wie langwierig und kräftezehrend die Umsetzung war. Das wichtige Projekt sei endlich gestemmt und damit sei in diesem Bereich alles gesagt, was zu sagen war. Auch Gitarrist Marcus Siepen stößt ins selbe Horn: "Die Grundidee des Orchester-Projekts ist ja schon von 1996 gewesen und hat uns lange genug begleitet. Nun können wir uns wieder mehr auf den Metal fokussieren. Es war eine bewusste Entscheidung, dass wir als Band im Vordergrund stehen wollen und das ganze Drumherum stark zurückgenommen wird. Dadurch ist alles entschlackter und unser Sound wirkt härter." Das kann man wohl sagen! 

So klingt „The God Machine“

Das neue Album orientiert sich stilistisch eher an „Nightfall in Middle Earth“ und besticht mit kompakteren und nachvollziehbareren Songs. Natürlich sind die Kompositionen der Krefelder immer noch sehr facettenreich, aber der rote Faden kommt viel deutlicher zum Vorschein. Mit „Deliver Us From Evil“, „Damnation“, „Violent Shadows“ und „Blood Of Elves“ feuern Blind Guardian grandiose Speed-Metal-Karcher ab, die einem vor Freude die Tränen in die Augen schießen lassen. „Architects Of Doom“ geht mit seinen massiven Thrash-Einflüssen stellenweise noch weiter, bricht diese allerdings mit dem melancholischen Refrain immer wieder auf. Apropos: Mit „Let It Be No More“ gibt es eine getragene, durchaus hart instrumentierte Halbballade. Abgerundet wird das vielschichtige Repertoire von den eher episch angelegten Stücken „Secrets Of The American Gods“ und „Life Beyond The Spheres“ sowie dem düster-progressiven Epos „Destiny“

Ein neu justierter Sound

Ein ganz wichtiger Aspekt, der nebenbei auch für einen moderneren Einschlag sorgt, ist der neue Gitarrensound. "André und ich sind unabhängig voneinander zum selben Ergebnis gekommen und wieder auf die Marshall-Schiene geschwenkt", berichtet Marcus. "Wir wollten die Frequenzbereiche neu anlegen, um mehr Raum für Hansis Gesang zu schaffen. Dazu kommt auch noch ein neuer Mix, der dem Gesamtsound ebenfalls eine neue Frische verleiht. Wir wollten bewusst was anderes ausprobieren und das funktioniert sehr gut." Der Eindruck der neuen Härte kommt aber nicht nur vom Sound, sondern auch von den Songs, die wie erwähnt stellenweise mit dem Thrash flirten. „Da gibt es schon ein paar dissonante Riffs, die wegen der Halbton-Dinger einfach härter wirken,“ bestätigt Musiktheoretiker und Drummer Frederik Ehmke. „Zudem habe ich auch durchaus einige sportliche Double-Bass-Passagen.“

Ein anderer Look als Symbol für die Musik

Passend zum moderneren Sound gibt es auch einen komplett neuen Artwork-Stil mit ganz anderer Farbwelt, in der rot/weiß statt knallbunt dominiert und in der das plastische Bandlogo in silber statt in gold gestaltet ist. "Das Artwork sticht nicht nur wegen seiner Farbgebung, sondern auch vom Motiv heraus, das eine enorme Dynamik und Bewegung ausstrahlt. Dieses Nach-vorne-Preschen symbolisiert für mich die Musik des Albums", freut sich Frederik. Das Bild stammt vom deutschen Künstler Peter Mohrbacher, den das Label der Band vorgeschlagen hat. "Wir sind immer offen für Neues und lassen uns gerne inspirieren", betont Marcus. "Sein Stil hat uns sofort fasziniert und wir konnten uns einige seiner Bilder sofort als Shirt-Motiv, als Cover oder als Booklet-Illustration vorstellen. Er hat dann als Auftragsarbeit extra noch ein Cover für uns gemacht, aber das haben wir letztendlich „nur“ für´s Booklet genommen, weil es – obwohl es auch super ist - nicht an das nun verwendete Bild herankam. Das jetzige Cover ist zwar nicht exklusiv, weil es wohl schon bei „Magic: The Gathering“ (einem Fantasy-Sammelkartenspiel) verwendet wurde, aber wir wollten es trotzdem unbedingt, weil es so einen starken Ausdruck hat. Damit kann ich mir seit langem auch mal wieder auch ein weißes Shirt vorstellen – mein letztes war von „Journey Through The Dark“ mit rotem Bandlogo."

Kurzum: Das kompositorisch einmal mehr erstklassige Album hat das Zeug dazu, viele alte Fans zurückzugewinnen, die mit dem Orchester-Bombast der jüngeren Vergangenheit nicht so viel anfangen konnten. Es klingt hart, düster und Dank neu justiertem Sound auch erfrischend modern! „The Godmachine“ erscheint am 2.September, zahlreiche Kindertextilien mit dem zeitlosen Logo in weiß sowie dem bei den Kids beliebten „Silverdragon“-Motiv bekommt ihr jetzt schon bei uns.


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